Das Archiv Lou Koster

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Die Komponistin Lou Koster

Bis 2003 war der weitaus größte Teil der Kompositionen von Lou Koster in Privatbesitz und kaum zugänglich. Einen Teil ihrer Manuskripte hatte die Komponistin bereits zu Lebzeiten den Mitgliedern des Ensembles „Onst Lidd“, Laurent Koster (*1935), Venant Arend (*1935) und Béby Kohl-Thommes (*1923), versprochen. Die Partituren, die Laure Bodson-Koster erbte, schenkte sie Laurent Koster, der, wie der Name es vermuten lassen könnte, dennoch kein Familienangehöriger ist.

2003 gründete „Euterpe Frauenmusikforum Luxemburg im Cid-femmes“ das „Archiv Lou Koster“. Bei diesem Projekt arbeitete „Euterpe“ eng mit der Nationalbibliothek Luxemburgs zusammen. Gemeinsam ist es den beiden Bibliotheken gelungen, im Jahr 2003 das komplette Oeuvre von Lou Koster zu archivieren und erstmals öffentlich zugänglich zu machen. Durch Schenkung von Originalen aus dem Besitz von Venant Arend sowie durch Ankauf der umfangreichen Manuskriptsammlung von Laurent Koster konnte auch die Nationalbibliothek ihre Sammlung luxemburgischer Partituren um weitere wertvolle Werke bereichern.

Das „Archiv Lou Koster im Cid-femmes“ umfasst 430 Partituren, d.h. insgesamt 282 Kompositionen, die oft gleich in verschiedenen Fassungen erhalten sind: 31 Klavierkompositionen, 162 Lieder, davon 22 zusätzlich in einer Orchesterfassung, 3 kammermusikalische Werke, 44 Chöre (gemischte Chöre, Männer- und Kinderchöre) und mehrstimmige Vokalwerke, 14 Orchesterwerke sowie 3 Werke für Chor und Orchester, 1 weltliches Oratorium sowie 1 Bühnenwerk (eine Operette). Davon sind 26 Werke lediglich fragmentarisch überliefert. Von 51 weiteren Werken der Komponistin sind bis heute lediglich die Titel überliefert. „Euterpe“ wird sich bemühen, auch diese Kompositionen für das Archiv Lou Koster wiederzufinden.

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