CD Helen Buchholtz Piano Works

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Cover_flyerHELEN BUCHHOLTZ: KLAVIERWERKE

Nach einer ersten, im In- und im Ausland positiv rezensierten CD mit Liedern von Helen Buchholtz (1877-1953), präsentiert Cid-femmes nun ihre Klavierwerke.

Vor zwölf Jahren war sie noch eine komplett Unbekannte, heute erlangt die luxemburgische Komponistin internationale Anerkennung: Das renommierte und mehrfach ausgezeichnete deutsche Label cpo bringt die Klavierwerke von Helen Buchholtz (1877-1953) in einer Aufnahme des Saarländischen Rundfunks auf CD heraus. Das Cid-femmes lieferte Idee und Konzept.

Der luxemburgische Pianist Marco Kraus ist im Archiv Helen Buchholtz im Cid-femmes auf das Klavierwerk der Komponistin gestoßen und war so angetan von der musikalischen Qualität, dass er sofort anfing, das Werk zu analysieren, einzustudieren und die vorliegende CD vorzubereiten.

Wie alle luxemburgischen Komponisten ihrer Zeit blieb auch Helen Buchholtz avantgardistischen musikalischen Strömungen des 20. Jahrhunderts gegenüber verschlossen. In ihren Werken gelingt es ihr aber, zu einer durchaus persönlichen Musiksprache zu finden. Zahlreiche Kompositionen zeichnen sich durch ihre harmonische und formale Experimentierfreudigkeit aus. Insbesondere ihre fein geschliffenen Klaviersonaten, -tänze und -charakterstücke sind von einem starken Personalstil geprägt. Die neue, unakademische Weise von Helen Buchholtz, historisch scheinbar Auseinanderstrebendes in einer originellen Einheit zu verbinden, bedingt vielleicht etwas vom Innigsten ihrer Kunst.

Zitat Marco Kraus:
„Obwohl die Brüche der Moderne in den Werken von Helen Buchholtz, insbesondere in den Sonaten, wirksam sind, schuf die Komponistin offensichtlich aus einer emotionalen Fülle heraus, die ihr jeden ironisierenden Ästhetizismus, jede „Manieren“ ersparte. Ihre Emotivität ist zutiefst romantisch, aber der sprachliche Duktus verleiht deren Ausdruck eine Art Dezens, eine seltene Noblesse. Man könnte die Originalität von Helen Buchholtz, ihre unverwechselbare Stimme, in ebendiesem Spannungsfeld zwischen romantischem Empfinden und klassisch-maßvollem Klaviersatz ausmachen. […] Die neue, unakademische Weise von Helen Buchholtz, historisch scheinbar Auseinanderstrebendes in einer originellen Einheit zu verbinden, ihre Art, im Rahmen einer schmucklosen Prosodie eine manchmal bis zum Entzücken gesteigerte Emotivität zu vermitteln, bedingt vielleicht etwas vom Innigsten ihrer Kunst. “

Inhalt : Barcarolle; 4 Menuette; Ballade; 4 Tänze; Nocturno; Klaviersonate cis-moll

32- seitiges Booklet in drei Sprachen mit Texten von Danielle Roster, Marion Gerards und Marco Kraus.

extrait: Barcarolle

In Zusammenarbeit mit: Saarländischer Rundfunk SR2
Mit der finanziellen Unterstützung von Fondation Indépendance
Mit der freundlichen Unterstützung von radio 100,7

Erhältlich im Cid-femmes zum Preis von 12,99 € (Bitte überweisen mit dem Vermerk „CD Buchholtz“ auf das Konto CCPL LU03 1111 1081 4284 0000 – die CD wird portofrei zugeschickt).

Rezensionen:

„Diese Musik ist erstaunlich bilderreich. Jedes Werk ist ein Universum, eine geschlossene Geschichte, die aber, bei jedem Hören, wieder eine neue erzählt. […]
Vielen Komponisten liegt es am Herzen, das Publikum mit ihren persönlichen Botschaften zu bezwingen, Helen Buchholtz aber lädt uns ein, in Begleitung ihrer Musik zu entfliehen, und zwingt uns nichts anderes auf als unsere eigenen Träume. […]
Marco Kraus erforscht ihre Musik bis zu den tiefgründigsten Schichten und steigt in seiner Interpretation zu den erschreckensten und überwältigsten Straten hinab: jene, wo man ohne Maske und Künstlichkeit auf die Seele der Komponistin trifft.“
(
Übersetzung aus dem französischen, Pierre Schwickerath, Musique de rêve,Tageblatt, 17.5.2011)

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„Innerhalb der CD-Neuerscheinungen der letzten Jahre gehört das Album zu den glücklichsten Überraschungen […]
Die Kunst von Helen Buchholtz lässt sich nicht leicht klassifizieren. Sie bezaubert ganz einfach. Alles in ihr ist Leichtigkeit des Tones, geistige Lebendigkeit, Vergnügen für die Finger (die auf den Tasten laufen)
[…] Weit entfernt von den in letzter Zeit leider allzu häufigen willkürlichen Ausgrabungen, die bestenfalls anekdotischen, kaum aber pädagogischen oder künstlerischen Wert haben, ist diese Neuerscheinung nicht nur die Wiederentdeckung einer einheimischen Komponistin, deren Bedeutung bis jetzt nur sehr ungebührend gewürdigt wurde, sondern sie erschliesst darüberhinaus einen bedeutsamen Ausschnitt unseres musikalischen Erbes.
Nur selten ist eine CD-Einspielung so gerechtfertigt wie diese, handelt es sich doch um die Entdeckung einer Pionieruin. Ein Muss für alle entdeckungsfreudigen Musikliebhaber.“

( Übersetzung aus dem französischen, José Voss, Une découverte… et un ravissement, Lëtzebuerger Land 10.6.2011)

… Toutes les saveurs du talent d’Helen Buchholtz sont rendues à la perfection, avec des envolées majestueuses, des sonorités originales, des passages d’une étrange et belle poésie, grâce à l’élégance du jeu du pianiste Marco Kraus.…

(Michel Schroeder, Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek, 20.7.2011)

Die vollständigen Artikel als download:

Tageblatt 17.5.2011.pdf

LLand 10.6.2011$

Siehe auch: CD Lieder der Komponistinnen Helen Buchholtz und Lou Koster

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