For girls not only – Hacken statt backen

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(ke) Die einen hacken Mandeln, die anderen hacken Code, die einen hantieren mit Glitzerpapier, die anderen basteln Strings und Apps und digitale To-Do-Listen für’s neue Jahr – lauter passende Beschäftigungen für kreative Menschen in der besinnlichen Zeit.

Was alle dazu brauchen, ist eine klare Anleitung, gutes Handwerkszeug und die richtige Motivation. Hier ein paar Tipps aus den CID-Regalen:

Das tolle „Hack’s selbst! Digitales Do It Yourself für Mädchen“ von den Missy Herausgeberinnen Chris Köver, Sonja Eismann und Daniela Burger, hatten wir schon früher einmal ausführlich vorgestellt, deshalb hier nur die Kurzversion: Das Buch präsentiert in kleinen Workshops digitales Know-how, zum Beispiel zum Bloggen, Podcasten, YouTuben, zum Bearbeiten der Wikipedia und zum Erstellen animierter Gifs. Außerdem vermittelt es Einstiege in die Programmiersprachen HTML, CSS und Ruby. (Beltz 2015)

codeIm frisch erschienenen „Die Jagd nach dem Code“, das jungendliche Programmierfans der internationalen Community „Young Rewired State“ (www.yrs.io) geschrieben haben, gehen die Top-Forscherin Dr. Ruby Day und der Professor Harry Bairstone mit Hund Ernesto auf eine Expedition in den sibirischen Bergen. Als sie in einer Höhle den lange verschwundenen, legendären Mönchsdiamanten finden, wird es brenzlig: Sie werden von nun an von Banditen verfolgt. Über das Internet bitten die Forscherin und der Professor um Unterstützung. Die LeserInnen und AnwenderInnen des Buches werden auf sechs spannende Missionen geschickt, um dem Team zu helfen. Mit HTML, CSS und JavaScript erstellen sie eine Webseite, basteln ein Passwort, eine App und ein Spiel. Alles wird ausführlich erklärt und falls es irgendwo hakt, gibt es Hilfestellungen auf www.getcodingkids.com. (Knesebeck 2017)

Nach zwei Büchern, die konkrete Anleitungen bieten, kommt hier noch eines, das von zwei Insiderinnen geschrieben ist. „Girl Code: Gaming, Going Viral, and Getting It Done“. Andrea Gonzales und Sophie Houser lernen sich 2014 bei einem Sommer-Camp von Girls Who Code kennen. In einer Phase, in der fieses Macho-Gehabe die Branche prägt, setzen sie ein Zeichen und basteln eine App (iOS) mit politischer Message und Spielspaß: „Tampon Run“, Ziel des Spieles: „Help Luna rid the world of menstruation haters! Throw tampons at them and don’t let them confiscate yours!“
Die Teenagern gehen so gegen Tabus zum Thema Menstruation an. Auch wenn das Konzept merkwürdig erscheinen mag, so sei es doch „… viel merkwürdiger, dass unsere Gesellschaft Gewalt und Waffen in Spielen akzeptiert hat, aber Tampons und Menstruation weiterhin unaussprechlich findet“. Die zwei haben einen rasanten Erfolg, werden von den Medien hofiert und lernen ProgrammiererInnen und Firmen aus der Technik-, Informatikwelt kennen. Von all dem erzählen sie in ihrem motivierenden Gemeinschaftswerk „Girl Code“, und auch hier gibt es am Ende noch einen Einstieg ins Programmieren – diesmal mit Phyton.
(englisch, Harper 2017)

Also ran an die Seiten & Tastaturen!

Ach so, und Back- und Bastelanleitungen, die findet Ihr im Netz 😉

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