Mit der finanziellen Unterstützung der Stadt Luxemburg und der Erweiterung des Teams um eine pädagogische Mitarbeiterin, setzt das CID verstärkt auf feministische und genderpädagogische Bildungsarbeit in Grundschulen der Stadt Luxemburg im neuen Schuljahr. Das Angebot wird im Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen kontinuierlich ausgebaut. Die Inhalte der Workshops orientieren sich am Lehrplan des Fachs „Leben und Gesellschaft“ (vie et société) und werden in Absprache mit der Beauftragten für Chancengleichheit der Stadt Luxemburg, den Dienststellen für Schulbildung und Schulmedizin sowie dem Bildungsministerium erarbeitet.
Der erste Workshop der Reihe behandelt das Thema „Schönheitsdruck und soziale Medien“ mit Blick auf Normierungen rund um das Aussehen innerhalb patriarchaler und kapitalistischer Gesellschaftsstrukturen.
In dem Workshop werden die Herausforderungen des Körperkults auf kindgerechte und interaktive Weise thematisiert. Kinder und Jugendliche wachsen in einer digitalen Welt auf, in der sie täglich mit optimierten Bildern und Videos konfrontiert werden, die durch Filter und Bildbearbeitungstechniken bestimmte Schönheitsideale propagieren. Die ständige Flut perfektionierter Bilder kann das Selbstbild erheblich beeinträchtigen und zu Unsicherheiten, Essstörungen oder sogar Depressionen führen. Plattformen wie Instagram und TikTok verstärken den Druck durch den Fokus auf Selbst- und Fremdvisualisierung.
Durch Selbsterfahrungs- und Gruppenübungen, Diskussionen und kreative Aufgaben werden Antworten auf zentrale Fragen erarbeitet: Was bedeutet Schönheit? Wer definiert sie? Wer leidet unter dem Schönheitsdruck, und wer profitiert davon? Wie kann eine größtmögliche Freiheit innerhalb existierender Schönheitszwänge aussehen? Ziel des Workshops ist es, den Schüler*innen Werkzeuge an die Hand zu geben, um selbstbewusst und kritisch mit dem Körperkult umzugehen und ihre Medienkompetenz zu fördern. Praktische Übungen und Techniken helfen dabei, sich selbstbestimmt gegen den Schönheitsdruck zu behaupten. Gleichzeitig wird solidarisches Handeln gefördert, indem die Kinder lernen, kollektive Ohnmacht zu überwinden, Konkurrenzdruck zu ent-lernen und gemeinsame Handlungsstrategien zu entwickeln.
Der Workshop dauert zwei Schulstunden sowie jeweils eine halbe Stunde Vor- und Nachbereitung mit dem Lehrpersonal und richtet sich an die Zyklen 3 und 4 der Grundschulen in Luxemburg-Stadt.
Im Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, was eine gleichberechtigte Beziehung eigentlich ausmacht, im Alltag, in Freund*innenschaften, in der Familie und später auch in romantischen Beziehungen. Durch interaktive Methoden und Diskussion lernen sie, wie Aufgaben, Verantwortung und Mitbestimmung verteilt sind. Im Mittelpunkt dieses Workshops stehen konkrete Fragen aus dem Alltag der Kinder: Wer übernimmt emotionale Verantwortung? Wer sorgt dafür, dass „die Stimmung stimmt“? Wer räumt auf, denkt an alles oder tröstet? Wem wird zugehört und wer wird unterbrochen? Wer darf sagen, wenn etwas zu viel wird? Wer wird gelobt oder kritisiert und warum? Geschlechtsspezifische Erwartungen werden anhand von zugänglichen Beispielen diskutiert und gemeinsam kindgerechte Antworten und Handlungsoptionen erarbeitet.
Der Workshop dauert zwei Schulstunden sowie jeweils eine halbe Stunde Vor- und Nachbereitung mit dem Lehrpersonal und richtet sich an die Zyklen 3 und 4 der Grundschulen in Luxemburg-Stadt.
Dauer: ca. 2 Std., Zielgruppe: Praktikant*innen, Jugendliche und Interessierte
Dieser Workshop dient als Einstieg in feministische Grundbegriffe und macht zentrale Spannungsfelder, Begriffe und Praxen für Interessierte sichtbar. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit der Frage, warum es Feminismus braucht, was Sexismus bedeutet, wie er sich zeigt und welche feministischen Antworten es darauf gibt: historisch, gesellschaftlich und konkret im Kontext der Arbeit des CID Fraen an Gender. Mit kreativen und interaktiven Methoden werden eigene Haltungen reflektiert und feministische Analyse auf Machtverhältnisse, Care-Arbeit, verschiedene Gewaltformen und Ungleichheit vermittelt.