#13: Catcalling

Zielgruppe

Jugendliche ab 14 Jahren

Thema

Sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum – Catcalling

Zeitaufwand

ein bis zwei Unterrichtseinheiten

Beschreibung

Anhand mehrerer kurzer Videos, Einzel- und Gruppenaufgaben wird das Thema „sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum“ in Form des sogenannten „Catcalling“ besprochen. Das erste Video ist auf englisch, ist aber auch ohne Sprachkenntnisse verständlich. Die weiteren zwei Videos sind auf Deutsch. Da es sich um ein sensibles Thema handelt, ist ein respektvoller Umgang miteinander erforderlich – darauf sollte die Lehrperson zu Beginn der Unterrichtseinheit eingehen.

Beispiele / Anregungen
  1. Die Gruppe fragen, ob jemand den Begriff Catcalling erklären kann. Wenn nicht: kurze Internetrecherche in Einzel- oder Gruppenarbeit. (Definition Wikipedia: Catcalling oder Cat-calling (deutsch etwa „Katzengeschrei“ im Sinne von „Hinterherrufen“, „Hinterherpfeifen“, „Auspfeifen“ oder „Pfeifkonzert“) bezeichnet eine Art der Belästigung durch Fremde im öffentlichen Raum in Form von unerwünschten Äußerungen gegenüber Personen, die als Objekt der Begierde wahrgenommen und auserkoren werden. Oft begleitet von provokativen Gesten, Hupen, Pfiffen, unsittlichen Entblößungen, Stalking, hartnäckigen sexuellen Annäherungsversuchen und Berührungen.)
  2. 2014 sorgte ein amerikanisches Video für Aufmerksamkeit, welches veranschaulicht in welchem Maß Frauen in New York täglich Catcalling ausgesetzt sind.
    Das Video (2 Min.) kann gemeinsam, in Gruppen oder einzeln angeschaut und besprochen werden. Diskussionsfragen: Wie fühlt sich die Frau in dem Video? Warum verhalten die Männer in dem Video sich so? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie habt ihr euch gefühlt, wie habt ihr reagiert (Frage für alle Geschlechter)?
  3. In Deutschland hat eine Reporterin den Spieß umgedreht. Sie hat Männern hinterher gepfiffen, ihnen anzügliche Bemerkungen hinterher gerufen etc.
    Das Video kann gemeinsam, in Gruppen oder einzeln angeschaut und besprochen werden. Diskussionsfragen: Wie findet ihr die Idee der Reporterin? Denkt ihr „den Spieß umdrehen“ kann eine gute Lösung sein? Wie sollten die Betroffenen und Zeug*innen von Catcalling sich verhalten?
  4. Um für die Problematik von Catcalling zu sensibilisieren und diese Praktik zu bekämpfen haben feministische Aktivist*innen die Aktion „catcalls of…“ initiiert, die es mittlerweile in vielen Großstädten weltweit gibt (unter anderem New York, Berlin, Hamburg, Graz,…). Dabei werden die Catcalls mit Kreide dort auf den Boden geschrieben, wo sie passiert sind. Das Video (4 Minuten) https://www.zdf.de/nachrichten/video/panorama-cat-calls-of-mainz-100.html erklärt die Aktion am Beispiel der Stadt Mainz. In Einzel- oder Gruppenarbeiten können die Jugendlichen anschließend im Internet Beispiele von anderen Städten suchen (Internetsuchmaschine oder Facebook und Instagram). Anschließend können folgende Fragen besprochen werden: Was können solche Aktionen wie „catcalls of“ oder die Reportage mit den umgedrehten Catcalls bewirken? Sind die Beispiele von Catcalls in allen Städten sehr ähnlich oder gibt es Unterschiede? Haben Sie in Luxemburg die gleichen Sprüche und Sätze gehört oder ganz andere?
  5. Abschließend kann gemeinsam besprochen werden wie in der Schule mit Catcalls umgegangen werden kann. An wen können Schüler*innen sich wenden? Den*die Klassenlehrer*in? Das CEPAS? Wie sollte auf solche Fälle reagiert werden?

 

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