Konferenz Warum sieht denn eigentlich niemand, was ich alles mache? – Burnout als Anerkennungskrise

Donnerstag, 20. Oktober 2016 18:30

Sabine Flick_AusgebranntStichworte wie »Burnout« und das »erschöpfte Selbst« sind zeitdiagnostische Marker einer gesellschaftlichen Problematik. Arbeit kann nicht nur psychische Erkrankungen auslösen oder verstärken, sondern es auch erschweren, auf gesundheitliche Beeinträchtigungen rechtzeitig angemessen zu reagieren. Der Arbeit kommt für die Identität der Menschen eine zentrale Prägekraft zu. Wenngleich diese Erkenntnis heute für beide Geschlechter zu trifft, sind Frauen ungleich häufiger von arbeitsbedingten Erschöpfungsphasen betroffen. In ihrem Vortrag wird die Soziologin Dr. phil. Sabine Flick Geschlecht in Zusammenhang mit Burnout diskutieren und den Blick auf die Versprechen der heutigen Arbeitswelt richten.

 

Dr. phil. Sabine Flick, MA Soziologie, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Goethe Universität in Frankfurt am Main sowie assoziierte Wissenschaftlerin am dortigen Institut für Sozialforschung. Sie hat die vergangenen Jahre in einem Verbundprojekt zum Thema „Erwerbsarbeit und psychische Erkrankungen“ in zwei psychosomatischen Kliniken mit sogenannten Burnout Patienten geforscht. Aktuell bereitet sie eine Habilitationsschrift vor, die sich mit der Frage beschäftigt, ob und wie Erwerbsarbeitsbezogene Belastungen in Psychotherapien zum Thema werden und wie dann die therapeutische Behandlung aussieht. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist Sabine Flick seit einiger Zeit als Coacherin und Supervisorin mit einem psychodynamisch-systemischen Ansatz tätig. 2011 promovierte sie mit einer Arbeit über “ Leben durcharbeiten. Selbstsorge in entgrenzten Arbeitsverhältnissen, die Arbeit ist 2013 im Campus Verlag erschienen.

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