Stenia Zapalowska – ein Leben für den Tanz

mercredi, 8. mai 2019 19:30

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Vortrag von Daniela Lieb

Wie schreibt man die Geschichte eines so flüchtigen Mediums wie des Tanzes…? Mit seiner außergewöhnlichen Fülle und Vielfalt an originalen Dokumenten bietet der Nachlass der Tänzerin Stenia Zapalowska (1921-2017) die seltene Gelegenheit, eine ereignisreiche Biographie und zugleich einen Schlüsselmoment in der Entwicklung des professionellen Tanzes aus Luxemburg zu rekonstruieren.

Bereits im Alter von vier Jahren entscheidet sich Zapalowska für den Tänzerberuf. 1937 wird sie in das Ensemble der renommierten Polnischen Nationaloper aufgenommen, wo sie bis zur Besetzung ihrer Heimat durch das Dritte Reich verbleibt. Daraufhin wirkt sie am Teatr Polski, der einzigen noch funktionierenden Bühne Warschaus. Hier lernt sie 1943 ihren künftigen Ehemann kennen, den Luxemburger Schauspieler Florent Antony. Mit ihm gelangt sie 1943/1944 nach Luxemburg.

In ihrer neuen Heimat findet Zapalowska eine für den Tanz wenig geeignete Umgebung vor; auch stehen ihre nationale Zugehörigkeit und der als ›unseriös‹ geltende Beruf der Aufnahme in die Familie entgegen. Zahlreichen Schwierigkeiten und Widerständen zum Trotz hält Zapalowska indes resolut an ihrer Kunst fest und legt ab 1945 erfolgreich die Grundlage für den professionellen Tanz und eine normierte Tanzerziehung in Luxemburg. Entscheidend ist vor allem die Übernahme des – mittlerweile weltweit führenden – Ausbildungssystems der Londoner Royal Academy of Dancing zu Beginn der 1960er Jahre.

Der Vortrag verfolgt die Laufbahn der einflussreichen Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin seit den Anfängen ihrer Ausbildung um 1925 bis zum Rückzug aus dem beruflichen Leben in den 1980er Jahren. Das von der Biographie der Künstlerin inspirierte Tanzstück Trou noir leitet den Abend ein (Uraufführung. Choreografie: Baptiste Hilbert; Tanz: Catarina Barbosa).

auf Deutsch. Eintritt frei.

Wo? Centre national de littérature, Mersch

https://cnl.public.lu/fr/agenda/manifestations/2019/Mai/Vortrag_Daniela_Lieb.html

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