Olga Shparaga: Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Der Fall Belarus

mercredi, 9. mars 2022 19:00

[Allemand]

Gespräch

Olga Shparaga: Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Der Fall Belarus

Moderation: Dr. Nina Weller

Minsk im Sommer 2020. Eine junge Frau im ärmellosen weißen Kleid tänzelt vor einer schwarzen Mauer aus martialisch vermummten Sondereinsatzkräften : Bilder wie diese gingen um die Welt. Der Brutalität des Regimes setzen Hunderttausende mutige Bürgerinnen und Bürger aller gesellschaftlichen Schichten Gewaltfreiheit, kreative Vielfalt und dezentrale Selbstorganisation entgegen. Was sich seit den Präsidentschaftswahlen am 9. August 2020 in Belarus abspielt, geht über eine regionale Protestbewegung gegen gefälschte Wahlen weit hinaus. In Minsk und vielen anderen Städten des weithin unbekannten Landes zwischen Russland und der EU wird Geschichte geschrieben. Weiblich, friedlich, postnational – so charakterisiert Olga Shparaga die Umwälzung in ihrem Land und stellt die Ereignisse in den Kontext europäischer und globaler Emanzipationsbewegungen.

In der Sendung Sternstunde Philosophie diskutiert Olga Shparaga mit Wolfram Eilenberger und Marko Martin über ihr Buch, moderne Protestbewegungen und den Kampf für eine offene Gesellschaft.

Dr. Olga Shparaga, geboren 1975, lehrt Philosophie am European College of Liberal Arts in Minsk. Sie ist Mitglied der feministischen Gruppe des Koordinationsrats, des politischen Organs der Opposition gegen den Diktator Alexander Lukaschenko. Mehr Informationen

Dr. Nina Weller war bis vor kurzem akademische Mitarbeiterin an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Sie forscht zu Erinnerungskulturen in Russland, Belarus und der Ukraine. Sie ist Mitherausgeberin des Buches „Belarus! Das weibliche Gesicht der Revolution. Berlin: edition.fototapeta 2020“ und hat im August 2020 den Blog “Stimmen aus Belarus” mit ins Leben gerufen.

Pressestimmen:

„ Das Buch hält mehr, als der Titel verspricht. … Die gut lesbare Mischung aus Analyse, theoretischer Einordnung und eigener Anschauung [spricht] auch Leser*innen an, die sich bisher wenig oder gar nicht mit Belarus beschäftigt haben.“ Barbara Oertel, taz. die tageszeitung

„ … eine scharfsinnige Analyse der Demokratiebewegung und insbesondere der Rolle der Frauen.“ Claudia von Salzen, Der Tagesspiegel

Abtei Neumünster

In deutscher Sprache. Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten: billetterie@neimenster.lu oder +352 26 20 52 444

„CovidCheck“ – Veranstaltung (Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bleibt Pflicht.)

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit ACAT Luxemburg (Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter), Amnesty International Luxemburg und CID Fraen an Gender

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